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Fixkostenzuschuss II

Update vom 23.11.2020

Der “Fixkostenzuschuss II” kann ab 30 % statt bisher 40 % Umsatzausfall beantragt werden. Die Rahmenbedingungen wurden verbessert und erweitert. Gerade für besonders betroffene Branchen sind diese Anpassungen sehr wichtig. Weiters hat die EU-Kommission grünes Licht für den erweiterten Fixkostenzuschuss nach befristetem Beihilferahmen mit einem Volumen von bis zu 3 Mio. Euro gegeben.

Mit dem Fixkostenzuschuss konnten Unternehmen ihre Fixkosten anteilig decken.
Ab 23. November 2020 startet die Gewährung des “Fixkostenzuschusses II” (auch unter dem Wortlaut “FKZ 800.000” geführt.)

MEHR INFOS AUF www.fixkostenzuschuss.at

Wichtig: Um eine geordnete Abwicklung sicherzustellen, muss ein Lockdown-Umsatzersatz zeitlich immer vor dem Fixkostenzuschuss II beantragt werden. Hinweis für Antragsteller eines Lockdown-Umsatzersatzes: Der November 2020 kann im FKZ II nicht als Beobachtungszeitraum gewählt werden.

 

Wo kann ich den Fixkostenzuschuss II beantragen?

Bei der COVID-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH, kurz COFAG.
Diese prüft und gewährt die Zuschüsse und “FinanzOnline” ist die technische Schnittstelle für die Einbringung der Anträge.

 

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um einen FKZ II zu beantragen?

  • Das Unternehmen hat seinen Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich.

  • Das Unternehmen übt eine operative Tätigkeit in Österreich aus, die zu Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, Selbständige Arbeit oder Gewerbebetrieb führt.

  • Das Unternehmen erleidet einen durch die Ausbreitung von COVID-19 verursachten Umsatzausfall von mindestens 30 %.

  • Das Unternehmen hat einnahmen- und ausgabenseitige schadensmindernde Maßnahmen im Rahmen einer Gesamtstrategie gesetzt um die durch den FKZ II zu deckenden Fixkosten zu reduzieren (Schadensminderungspflicht mittels ex ante Betrachtung).

 

INFOS IM ÜBERBLICK:

Fixkostenzuschuss I:

  • Umsatzausfälle von mindestens 40%

  • Die Fixkosten müssen im Zeitraum zwischen dem 16. März 2020 und längstens bis zum 15. September2020 entstanden sein.

  • Für bis zu drei zusammenhängende Betrachtungszeiträume

  • Der Fixkostenzuschuss ist pro Unternehmen begrenzt mit bis zu 75% der Fixkosten gestaffelt nach Umsatzeinbußen.

  • Auszahlung erfolgt in 3 Tranchen, die separat beantragt werden müssen

Fixkostenzuschuss II:

  • Umsatzausfälle von mindestens 30%

  • Entstehung der Fixkosten im Zeitraum zwischen 16. September 2020 bis zum 30. Juni 2021

  • Für bis zu zehn Betrachtungszeiträume, die zeitlich zusammenhängen, oder jeweils zwei zusammenhängende Blöcke

  • zusätzliche Fixkostenpositionen (z.B. AfA)

  • Der Fixkostenzuschuss richtet sich nach dem prozentualen Umsatzausfall

  • Option pauschaler Fixkostenzuschuss von 30% des Umsatzausfalles (weniger als € 120.000 Umsatz im letztveranlagten Jahr)

  • Auszahlung erfolgt in 2 Tranchen, die separat beantragt werden müssen

 

Die Auszahlung des Fixkostenzuschusses II kann in zwei Tranchen beantragt werden:

Tranche 1:

  • Kann ab 23. November 2020, spätestens aber bis 30. Juni 2021 beantragt werden
  • Umfasst höchstens 80% des voraussichtlichen FKZ II

Tranche 2:

  • Kann ab 1. Juli 2021, spätestens aber bis 31. Dezember 2021 beantragt werden
  • Der gesamte noch nicht ausbezahlte FKZ II kommt zur Auszahlung
  • Es sind gegebenenfalls notwendige Korrekturen zur ersten Tranche vorzunehmen

Der FKZ II ist pro Unternehmen betragsmäßig mit € 800.000 begrenzt. (Ausnahme Primärproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse)

Auf den FKZ II sind spätestens in der Tranche 2 alle Zuwendungen anzurechnen, die dem Unternehmen bereits ausbezahlt oder verbindlich zugesagt wurden:

  • Lockdown-Umsatzersatz,
  • Haftungen im Ausmaß von 100% für Kredite zur Bewältigung der COVID-19 Krise (COFAG, aws,ÖHT),
  • bestimmte Covid-19-Zuschüsse aus dem Non-Profit-Organisationen Unterstützungsfonds
  • Zuwendungen von Bundesländern und Gemeinden.

Haftungen der COFAG, der aws oder der ÖHT im Ausmaß von 90% oder 80% der Kreditsumme sind nicht zu berücksichtigen. Die Höhe der Umsatzausfälle und der Fixkosten ist in jedem Fall durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter zu bestätigen und einzubringen.
Ausnahme: Ausgenommen davon sind Antragsteller, die sich für die Pauschalierung entscheiden, oder wenn der insgesamt beantragte Fixkostenzuschuss die Höhe von 36.000 Euro nicht übersteigt.

 

Was sind Fixkosten im Rahmen des FKZ II

  • Geschäftsraummieten und Pacht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit
  • Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen
  • Betriebliche Versicherungsprämien und betriebliche Lizenzgebühren
  • Aufwendung für Telekommunikation, Energie- und Heizungskosten
  • Wertverlust bei verderblicher oder saisonaler Ware (50 % Wertverlust)
  • ein Unternehmerlohn in Höhe von € 2.666,67 pro Monat
  • Personalaufwendungen von krisenbedingten Stornierungen und Umbuchungen
  • Steuerberater-, Wirtschaftsprüfer- oder Bilanzbuchhalterkosten (max€ 1.000) für Unternehmen, die einen FKZ II von unter € 36.000 beantragen
  • Aufwendungen für sonstige vertraglich betriebsnotwendige Zahlungsverpflichtungen (exkl. Personal)


Neu beim FKZ II

  • Absetzung für Abnutzung (AfA) von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, wenn das betreffende Wirtschaftsgut unmittelbar der betrieblichen Tätigkeit dient und vor dem 16. März 2020 angeschafft wurde
  • Übertragung AfA für bewegliche Wirtschaftsgüter die primär für die Umsatzerzielung eingesetzt werden und nicht Eigentum des Unternehmens sind
  • Leasingraten bzw. der Finanzierungskostenanteil der Leasingraten
  • Aufwendungen für Geschäftsführerbezüge eines Kapitalgesellschafts-Geschäftsführers (maximal EUR 2.666,67 pro Monat)
  • Personalaufwendungen zur Gewährleistung eines Mindestbetriebes und Vermeidung einer vorübergehenden Schließung (unabhängig von der Auslastung)
  • Endgültig frustrierte Aufwendungen: Aufwendungen (1. Juni 2019 bis 16. März 2020) die konkret als Vorbereitung zur Umsatzerzielung im Betrachtungszeitraum verursacht wurden, wobei der geplante Umsatz aufgrund von COVID-19 nicht realisiert werden konnte
  • Direkte Leistungsbeziehungen zwischen verbundenen Unternehmen, wenn sie angemessen und fremdüblich sind und vor dem 16. März 2020 verrechnet wurden.
    Von den Fixkosten sind Versicherungsleistungen, die diese Fixkosten im Versicherungsfall abdecken und Entschädigungen nach dem Epidemiegesetz in Abzug zu bringen.

 

Quelle: www.fixkostenzuschuss.at
Stand: 23.11.2020


Hinweis: Wir sind Bereitsteller dieser Information und übernehmen keine Verantwortung oder Haftung für die Richtigkeit und Aktualität sowie für Schäden oder Nachteile, welcher Art auch immer, die durch die Verwertung der zur Verfügung gestellten Informationen entstehen.

 

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